Der musikalische Werdegang von unserem Michael (Much) Geringer

Musikalisch gesehen ist unser Gitarrist ein echter Spätstarter, obwohl ihm das musikalische Talent bereits in die Wiege gelegt wurde. Der Überlieferung nach konnte er singen, bevor es mit dem Sprechen los ging. Ob das auf den Vergleich mit der frühen Janis Joplin zurückgeht, ist nicht bekannt ("Cry Baby").
So richtig los ging`s jedenfalls ein paar Jahre später , ein gewisser Jimi Hendrix begeisterte zeitgleich die gerade ins fortpflanzungsfähige Alter gekommene ältere Generation mit dem ersten richtigen elektrischen Blues , mit einer für seinen damaligen Körperbau viel zu großen Ziehharmonika. Es gab auch strengen Unterricht von einer älteren Dame, die ihm geduldig, aber vergeblich, das Notenlesen beibringen wollte. Die Noten waren nicht seine Welt ,das hat sich bis heute nicht geändert. Aber er spielte, was er hörte, und das reichte zumindest für seinen ersten legendären Auftritte beim Seniorentag , auch das berichtet die Überlieferung, lebende Zeitzeugen gibt`s heute davon nicht mehr.
Doch schon bald wurde klar - ihm wesentlich früher als seinen Eltern - das seine musikalische Zukunft in der Gitarre liegt. So gab`s dann doch mit einiger zeitlicher Verzögerung die erste Gitarre, und aufgrund der damit ausgelösten Begeisterung auch bald die erste E-Gitarre , eine alte gebrauchte Hagstrom, die er heute noch stolz in seinem Besitz hat. Die kometenhafte Harmonika-Karriere konnte er aber nicht wiederholen, und so schlummerte er einige Jahre unerkannt und unbeachtet vor sich hin, bis er sich im Teenager-Alter mit ein paar Gleichgesinnten zur unvermeidlichen ersten Schülerband zusammenschloss. Nach ein paar Monaten harten Übens (hart insbesondere fur die sporadisch vorbeigekommenen Zuhörer) bot sich dann auch die Gelegenheit für den ersten Gig als Vorgruppe bei einem Konzert in der Bodensdorfer Germania. Angesichts der vielen harten (und wesentlich älteren) Jungs in bösen Lederjacken endete das Vorhaben in einer klassischen Verweigerung in letzter Minute. Das war der Beginn von einer über 20 jährigen musikalischen Schaffenspause.
Viele Jahre später, wir befinden uns mittlerweile im frühen dritten Jahrtausend, entdeckte der zwischenzeitlich musikalisch gereifte Gitarren(musik)liebhaber seine alte Leidenschaft und packte die alte Hagstrom wieder aus. Von seiner familiären Umgebung belächelt !! die hatte die Tragweite der Sache anfangs völlig unterschätzt , begann er seine Liebe zum Rock und Blues in die Tat umzusetzen und lernte in eifrigem Selbststudium die ersten bluesigen Riffs und Licks. Eine gütige Fügung des Schicksals (in Form der lebenden Musiklegende Stuppe) hat ihn dann zu Vf-West gebracht. Und nach anfanglichen Krisen und Selbstzweifeln ("Das schaff ich nie") gab´s bald kein Halten mehr.
Und so kam, was kommen musste , wenn auch mit gehöriger Verspätung: Sein Bühnendebut gemeinsam mit Vf-West in der Villacher Alpenarena - ein heute noch denkwürdiges Ereignis. Mittlerweile hat er einen festen Platz in der Band. Seine Liebe gehört dem Blues, besonders dem der hartern Gangart. Aber auch gutem klassischem Rock ist er nicht abgeneigt , somit passt er gut in die Partie. Immer auf der Suche nach dem "richtigen" Sound, immer offen für neue Herausforderungen !Wohin wird das wohl noch führen?